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10
2018

Ein guter Personal Trainer…

Dieser Artikel soll Menschen die einen Personal Trainer suchen dabei helfen, einen passenden Trainer zu finden. Trainern gibt er möglicherweise einen Impuls für weitere persönliche Entwicklung.

Ein guter Personal Trainer…

  • hört zu, ist stets anwesend und präsent
  • macht einen umfangreichen Eingangs-Check
  • beachtet die Wünsche des Klienten und die Werte des Eingangs-Check in der Trainingsgestaltung
  • arbeitet methodisch
  • dokumentiert den Trainingsfortschritt
  • macht Re-Tests
  • macht regelmäßig Weiterbildungen
  • gibt dir ein gutes Gefühl

Die Liste ist sicher nicht vollständig, aber die genannten Punkte sollten erfüllt sein.

Gehen wir der Reihe nach die Punkte kurz durch.

Zuhören und anwesend sein

Es ist essenziell, dass der Personal Trainer zuhört. Das gilt immer. Bei ersten Treffen und bei jedem Training. Und zwar nicht nur zuhört, sondern auch fragt.
Es die Aufgabe des Trainers, alle fürs Training bzw. zur Zielerreichung notwendigen Information zu haben. Der Personal Trainer fragt vor jedem Training wie es dem Klienten geht. Und muss gegebenenfalls das Training an die neuen Information, wie z. B. Schmerzen, Muskelkater, nicht gut drauf sein etc. anpassen.

Der Personal Trainer gibt in jeder Minute seine volle Aufmerksamkeit und ist präsent. Das ist wichtig um Unfälle zu vermeiden und weil der Klient genau dafür bezahlt, nämlich dass eine Fachkraft ihr Wissen und ihre Präsens ausübt.

Eingangs-Check

Auf jeden Fall muss der Personal Trainer in der ersten Stunde der Zusammenarbeit einen Check-Up, wie ich ihn nenne, durchführen. Ohne so etwas kann grundsätzlich kein persönliches Training stattfinden. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, z. B. wenn ein erfahrener Athlet Unterstützung benötigt.
Jeder Mensch beginnt an einer individuellen Ausgangslinie, die durch individuelle körperliche und mentale Gegebenheiten gekennzeichnet ist.
Um schnell und vor allem verletzungsfrei die ersten Ziele zu erreichen, muss der Trainer durch ein geeignetes Verfahren z. B. Dysbalancen, Asymmetrien und Schwächen aufdecken. Nur wenn man die kennt kann man schnell und sicher im Training voranschreiten.

Jetzt ist es selbstverständlich entscheidend, dass alle gesammelten Informationen in der Trainingsgestaltung beachtet werden. 

Methodisches Arbeiten

Der Personal Trainer sollte methodisch an das Training mit seinen Klienten herangehen. Die Methode richtet sich nach den Zielen und Wünschen des Klienten aus.
Die Methode ist ein Rahmen, der fest steht und wissenschaftlich hinterlegt sein muss. Ein Trainer kann seine eigenen Erfahrungen mit seinen eigenen Training mit einbringen, muss er auch, aber nicht ausschließlich. Das ist der Grund weshalb Ausbildungen so wichtig sind. Denn nur weil jemand ein guter und erfolgreicher AthletIn ist, heißt das noch lange nicht, dass er auch ein guter Personal TrainerIn ist.

Fortschritte

Fortschritte sollten vom Personal Trainer in passender Weise dokumentiert werden. Im Idealfall wird jedes Training schriftlich festgehalten.
Es sollten hin und wieder Kraftleistungen notiert werden. Bestimmte Workouts, die sich wiederholen bzw. dazu geeignet sind Fortschritte zu messen, sollten hin und wieder wiederholt und notiert werden.
Die Verbesserung der körperlichen Leistung in den Bereichen Kraft, Kraftausdauer und Ausdauer sind gut mess- und dokumentierbar.

Re-Tests

Um die Fortschritte zu überwachen und zu beurteilen, sollte der Personal Trainer regelmäßige Re-Tests durchführen. Hier kommt es wieder auf die Ziele des Klienten an.
Wenn ein Klient Fett abnehmen will, dann sollte in regelmäßigen Abständen eine Messung der Körperzusammensetzung durchgeführt werden. Das ist wichtig, um zu sehen, wie sich hoffentlich entstandene Gewichtsverlust zusammensetzt. Wirklich aus Fett oder doch zu viel aus Wasser und Muskelmasse. Nur durch diese Messung kann man die Wirkung des Training und der Ernährungsmaßnahmen beurteilen und gegebenenfalls das Training und die Ernährung anpassen.

Wenn es um andere Ziele geht, wie z. B. die Verbesserung der Kraft oder Bewegungsqualität, dann sollten hier die entsprechen Tests immer wieder durchgeführt werden. Und zwar solange bis es nicht mehr notwendig ist. Zum Beispiel dann wenn man beim FMS die volle Punktzahl hat 😉

Personal Trainer Ausbildungen

Auf jeden Fall sollte ein Personal Trainer eine fundierte Ausbildung haben. Regelmäßige Weiterbildungen sind ebenfalls ein gutes Zeichen und deuten auf einen engagierten Personal Trainer hin. Für Laien ist es nicht so leicht zu erkennen, ob eine auf der Website des Trainers aufgelistete Ausbildung hochwertig ist. Ich würde empfehlen darauf zu achten, dass in regelmäßigen Abständen neue Zertifikate dazu gekommen sind. Personal Trainer listen gern ihre Aus- und Weiterbildungen chronologisch auf.

Ausbildungen sind deshalb so wichtig weil ein Personal Trainer dabei auch didaktische Fähigkeiten erlangen sollte. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass ein guter Athlet noch lange kein guter Trainer ist. Ein Athlet hat Erfahrungen mit seinem Körper und vielleicht Erfahrungen wie ein Personal Trainer mit ihm gearbeitet hat. Das heißt noch lange nicht, dass der Transfer dieses Wissens auf einen anderen Menschen funktioniert.

Das Gefühl

Absolut wichtig ist, dass du dich wohl fühlst. Verlasse dich auf dein Gefühl! Nur weil der Personal Trainer fachkundig rüber kommt und tolle Worte verwendet, bedeutet das ja nicht, dass du ein gutes Gefühl bei der ganzen Sache hast. Sollte das der Fall sein, dann suche einfach weiter.
Aber nur weil du kein gutes Gefühl hast, heißt das nicht dass der Personal Trainer schlecht ist. Es heißt einfach nur, dass es einfach nicht passt.

Du musst gern ins Studio des Personal Trainers fahren oder dich freuen, dass er zu dir kommt. Mal abgesehen davon, dass es anstrengend wird und du an deine Grenzen gehst. Das ist eben so. Grundsätzlich sollst du positive Gedanken gegenüber deinem Trainer haben.

Bei einem Personal Trainer, dem gegenüber du positiv eigestellt bist, den du magst und respektierst, bei dem wirst du deine Leistung und Form schnell verbessern. Die mentale Einstellung spielt die entscheidende Rolle.

Autor: Sten Schulze

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