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10
09
2018

Leistungssteigerung sollte immer das Ziel sein

Training ist nur dann sinnvoll, wenn das Ziel Leistungssteigerung ist.

Das gilt für jeden Bereich. Egal ob es um Ausdauer-, Kraft-, Rehabilitations-, Gehirn- oder sonst was für Training geht. Leistungssteigerung ist der Sinn von Training!
Training macht man mit dem Ziel sich in einem Bereich zu verbessern. Das passiert nur wenn man den Körper dazu zwingt.

 

Beim Training fürs Gehirn bzw. fürs Gedächtnis versteht jeder Mensch sofort den Grund für Leistungssteigerung und dass es notwendig und gut ist.
Im Gegensatz dazu bedarf es oft mehr Erklärung, wenn es um die Steigerung oder Erhaltung körperlicher Fähigkeiten, wie z. B. Kraft, Kraftausdauer, Ausdauer des Herzkreislaufsystems usw. geht.

 

Warum sollte man in jedem Alter stets auf Leistung trainieren?

Die kurze und knappe Antwort darauf ist: um den Alterungsprozess zu verlangsamen und um bis ins hohe Alter so frei wie möglich zu sein.

Hier sei gleich gesagt, dass viele Leistungs- bzw. Extremsportarten zu vermeiden sind, wenn es um lebenslange Gesundheit und Leistungsfähigkeit geht. Dazu zählen unter anderem Powerlifting, Marathon laufen, einseitiger Leistungssport im Allgemeinen.
“Auf Leistung trainieren” ist nicht mit Leistungssport gleich setzen. Leistungssportler machen extreme Dinge, um in ihrem Sport gut zu sein. Dabei wird der Körper über Jahre oft so stark belastet, sodass nicht selten nach der sportlichen Karriere Schäden zurückbleiben.

 

Auf Leistung trainieren bedeutet, dass man im Rahmen eines abwechslungsreichen Trainingsprogramms, bei den ausgewählten Übungen und Fähigkeiten auf natürliche Weise Stück für Stück besser wird, ohne dabei an Weltklasseleistungen heranreichen zu müssen. Man versucht individuelle Grenzen zu verschieben indem man so intensiv wie möglich, dabei aber technisch einwandfrei trainiert.

 

Hier ein kurzes Beispiel warum es z. B. so wichtig ist Muskelmasse und Kraft zu erhalten:
Mit zunehmenden Alter nimmt bei Mann und Frau die Muskelmasse stetig ab. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind, erkläre ich an dieser Stelle nicht. Wichtig zu wissen ist, dass mit abnehmender Muskelmasse, z. B. auch die Knochendichte abnimmt, da die Muskeln über die Sehnen nicht mehr so stark am Knochen ziehen. Dieser Zug nämlich löst das Signal aus Knochensubstanz einzulagern. Wird dieser Zug schwächer und schwächer hat das eine katabole (abbauende) Kettenreaktion zur Folge.

 

Durch das richtige Training kann man Kraft und Muskelmasse erhalten und je nach Leistungsstand hinzugewinnen. Der oben erwähnte Prozess kann leider nicht aufgehalten, aber auf jeden Fall auf viele Jahre ausgedehnt werden.

Wer nicht bis zum Muskelversagen trainiert erhält auch nicht

Die wenigsten Mitglieder eines Fitnessstudios trainieren bis zum momentanen Muskelversagen. Es sollen wohl weniger als 10% sein. Ich selber habe viele Jahre in Fitnessstudios trainiert und gearbeitet und kann bestätigen, dass es sehr wenige sind die wirklich trainieren.
Auf die Frage “warum strengst du dich nicht an?” kam nicht selten die Antwort “ich will nicht aussehen wie Arnold Schwarzenegger” oder “das reicht doch, ich will nur so bleiben, wie ich bin”.

Leider ist auch der Erhalt von Kraft, Muskelmasse und Ausdauer nur durch intensives Training bis zum Versagen möglich.

Für lebenslange Athleten kann es etwas deprimierend sein, wenn sie mit Mitte 40 nur noch die Hälfte ehemaliger Gewichte bewegen aber genauso hart trainieren wie mit Anfang zwanzig. Hier geht es darum unter allen Umständen dagegen zu halten, trotzdem versuchen besser werden. Nicht besser als vor zwanzig Jahren natürlich, aber besser als vor einer Woche.

 

Menschen die erst recht spät im Leben mit Training beginnen machen schnell Fortschritte, kommen aber sicher nicht soweit wie jemand der sein Leben lang trainiert hat. Aber das spielt auch keine Rolle. Es geht nicht darum sich mit anderen zu vergleichen, sondern im Rahmen der eigenen Möglichkeiten die besten Leistungen zu bringen. Es ist völlig egal, ob man 15 kg weniger im Bankdrücken schafft als der Trainingspartner. Solange man versucht die eigenen Grenzen zu verschieben, tut man etwas Gutes für die Gesundheit.

 

Wenn ich mich bei einer Übung mit 80 kg Last genauso anstrenge wie der andere bei der gleichen Übung mit 100 kg Last, dann hat das den gleichen Effekt.
Beide Athleten profitieren gleich von der Übung bzw. des Trainings.

 

Das ist kein Wettkampf mit anderen, sondern nur mit sich selbst.

Autor: Sten Schulze

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